Kochen wie in Westeros – Buchempfehlung

Keine Werbung. Nur ehrliche, unvergütete Begeisterung.

 

Um mich mitzureißen, sollte ein Buch mir Atmosphäre bieten. Ich liebe es, wenn Bücher eine Welt erschaffen, lebendig und sinnlich wahrnehmbar. Die Reihe „A Song of Fire and Ice“ (durch die TV-Serie als „Game of Thrones“-Reihe bekannt) schafft das bravourös. Die Welt hat alles: Historie, Natur, Völker. Alles wirkt so real und wird eben auch so gut geschildert, dass ich mich wunderbar hineinversetzen kann. Die Details sind der Trick und eines meiner liebsten Details beim Lesen – womit ich wohl ganz auf eine Wellenlänge mit George R. R. Martin bin!* – ist das Essen. Beschreibungen von Gerichten finde ich wahnsinnig spannend, vor allem, wenn ich Geschichten mit einem Historien- oder Fantasy-Setting lese.

Außerdem liebe ich: Kochbücher mit guten Bildern, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Und falls es euch auch so geht – kauft euch dieses Kochbuch!

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„A Feast of Ice & Fire“ von Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer

Inn at the Crossroads

… war wohl der Stein, der alles ins Rollen brachte. Auf diesem Blog ist eine der Autorinnen des Kochbuchs, Chelsea Monroe-Cassel, noch heute rege und veröffentlicht ihre kreativen Umsetzungen von fiktiven Rezepten. Darunter finden sich unter anderem Gerichte aus Star Wars, Harry Potter und The Elder Scrolls. Inzwischen hat sie auch ein Kochbuch zu World of Warcraft veröffentlicht, das mir noch fehlt.**

Der Blog allein ist auf jeden Fall ein, zwei, drei Blicke wert. Aber ich liebe es ja, in Kochbüchern zu schmökern. In manchen immer wieder. Ja, ich habe dieses Buch gelesen. Durch. Und dann noch mehrmals quer.

Die Gerichte

… treffen ja schon sehr meinen Geschmack. Die Autorinnen haben sich nämlich von historischen Rezepten inspirieren lassen – europäisches Mittelalter, römische Antike, viktorianisches England – und Einflüsse aus dem orientalischen Raum hinzugefügt. Basis für jedes Rezept sind natürlich die Beschreibungen von Martin in den Büchern selbst. Ziel war es, etwas passendes, authentisches zu kreieren – schmecken soll es allerdings auch und dann noch in einem gewöhnlichen Haushalt reproduzierbar.
Dieses Kunststück ist den Autorinnen köstlich geglückt!

Na gut, was die Reproduzierbarkeit angeht, muss man den Begriff bei Rezepten wie Aurochs Roasted, Dornish Snake und Honey-Spiced Locusts vielleicht etwas dehnen. Aber vieles ist auch hierzulande gut umsetzbar.

Von den meisten Rezepten gibt es zwei Versionen. Eine historische Variante und eine modernere, der Beschreibung in den Romanen eher entsprechende. Allein beim Lesen habe ich so viel Spaß, die Versionen zu vergleichen!

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White Beans and Bacon in zwei Versionen

Eines unserer Lieblingsgerichte ist ja Honeyd Chicken – ich sage nur: Honig, Butter, Minze, Essig. Ja! Ihr werdet es lieben!

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Unser Favorit: Honeyed Chicken

Einige andere Rezepte haben wir bisher ausprobiert, vieles steht noch auf der Unbedingt-mal-Liste. Die wird auch nicht kürzer, wenn ich mal wieder durchblättere. Denn die Bilder, diese Bilder! Atmosphärisch perfekt und passend und lecker sehen die aus.

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Iced Blue Berries and Cream

Die Rezepte dazu sind gut strukturiert, verständlich und nicht zu umfangreich geschrieben. Es sind zwar keine schnellen 5-Minuten-Mahlzeiten für den gestressten modernen Haushalt, doch in den meisten Fällen ist die Zubereitung erstaunlich unkompliziert und nicht allzu zeitaufwendig. Es lohnt sich also wirklich, sich heranzutrauen und auszuprobieren. Es muss ja nicht gleich ein mehrgängiges Festmahl sein. Viele Gerichte lassen sich auch untereinander gut kombinieren, eignen sich als Beilage oder vollständige Mahlzeit. Kombinationsvorschläge sind auch immer mit angegeben. Zu meinem geliebten Honeyed Chicken mache ich gern Buttered Carrots und dazu einfach Couscous.

Fazit

Ein Kochbuch nach meinem Geschmack! Meine Leib-und-Magen-Rezeptsammlung! Ein Buch, das auf jeden Tisch gehört! Sorry, geht gleich wieder… Ihr wisst schon, was ich meine.

Und noch ein Tipp zum Schluss: englische Bücher lese ich ja gern im Original. Bei einem Kochbuch aus den USA allerdings… Also wenn ihr nicht voll den Plan von Cups und ounces habt, holt euch das Buch besser auf Deutsch!

* „Food is one of life’s greatest pleasures, and I am all in favour of pleasure. Reading is another of those things that help make life worth living, and when one can combine reading and food, well…“, George R. R. Martin
** *zwinker, zwinker*

 

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3 Kommentare zu „Kochen wie in Westeros – Buchempfehlung

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