#EBC16

Ein paar Tage (viele?) sind vergangen seit dem Elternbloggercafé (Eltern-Blogger-Café?) (#EBC16) und ich hatte noch keine Zeit, meinen geplanten Bericht darüber zu verfassen. Denn die kleine Lady befindet sich jetzt in der zweiten Woche ihres persönlichen Fremdbetreuungsstreiks und ich komm ergo zu gar nix mehr. Zum Glück hab ich mir schon auf dem Nachhauseweg Notizen gemacht – vielleicht kann ich daraus jetzt einen Artikel basteln…

 

Habe keine Kleiderbügel mitgehen lassen.
 
Ich traf Blogger (auf einen Bloggertreffen – wie überraschend!). Und ich sprach mit ihnen. ICH habe sie höchstpersönlich angesprochen! Die ganze Zeit über! Immer wieder habe ich Ausschau gehalten nach isolierten, verletzten, äh, gerade nicht beschäftigten Opf-äh, Gesprächspartnern. Ich bin verdammt stolz auf mich, wie mutig ich war. Und ich finde, ich habe die Disziplin Smalltalk ganz passabel gemeistert. Definitiv nicht meine Stärke! Aber ich bin ja jetzt erwachsen und voll sozial und kommunikativ und so, yeah! 

 

Le Me
 
Blogger, die ich noch nicht kannte

Also eigentlich kannte ich niemanden. Aber ein paar Blogs lese ich ja regelmäßig (nicht allzu viele) und habe deshalb eine ungefähre Idee, wer dahinter steckt. Bei den allermeisten Abwesenden war das nicht der Fall. Viele schienen sich untereinander zu kennen (i.e. haben sich schon im Internet „gelesen“). Ich kannte zunächst niemanden, niemand kannte mich. Ich spekuliere mal: meine Leserzahl dürfte die kleinste an dem Tag gewesen sein. So konnte ich frei von Hintergrundwissen und Beziehungen willkürlich Leute anquatschen. Lief gut. Sie waren wirklich alle sooo nett. Offen und freundlich. 

Die meisten, mit denen ich mich unterhielt, betreiben Style- bzw. (teilweise oder hauptsächlich) kommerzielle Blogs. Sie schreiben also über Produkte, Mode, Inneneinrichtung usw. und machen dabei Werbung, Gewinnspiele und Kooperationen. Das ist was ganz anderes als ich das mache und trotzdem oder deswegen war es interessant mit ihnen zu reden. Ich fragte immer wieder nach Erfahrungen mit Kooperationen und würde resümieren: wenn man einmal den Mut aufgebracht hat, was anzufangen, lernt man schnell und kann sich was aufbauen. Braucht aber Zeit, Energie, auch Geld und refinanziert sich nicht zwangsläufig. Ein Hobby zunächst, wenn einem Business und PR so viel Spaß machen wie anderen Leuten Häkeln. (Mir liegt ja keines von beidem.) 

Mit Florian von http://grossstadtkueste.de stimmte ich überein: die anwesenden potenziellen Werbepartner… sind alle nichts für uns. Oder wir nichts für sie. Kooperationen eher unwahrscheinlich. Wenn man Stoffwindeln nutzt, braucht man sich gar nicht erst am Pampers-Stand einzufinden. Auch wenn die faszinierend türkis leuchtende Cupcakes hatten! Für Florian waren die sowieso nichts, weil nicht vegan. Damit fiel er auch aus der Fruchtzwerge-Zielgruppe raus. Ich auch, weil… naja, muss ich ja jetzt nicht ausführen. Also, ich hoffe, ich bin mal auf einem Event, wo als Werbepartner ein Second-Hand-Laden, ein Fantasy-Buch-Verlag und ein Künstlerbedarf-Hersteller auftreten… Oder einfach ein Flohmarkt.

 

Frosting lecker, Teig meh.
 
Dann lernte ich noch Anne von http://xmalandersuts.blogspot.de kennen, die einen ganz anderen Beweggrund zum Bloggen hatte: die Geburt ihrer Tochter brachte sie dazu, alles über das Ullrich-Turner-Syndrom zu lernen und schließlich sogar ein Buch darüber zu verfassen. So ein sympathischer Mensch mit einer seltsamen Affinität zu Kaffee und einem süßen Sohn. 

Jessi mit ihrer Terrorpüppi (www.terrorpueppi.de) beeindruckte mich mit ihren Multitasking-Bastel-Fähigkeiten und dem Satz: „Ich bin die Bloggerin, die Blogger lesen.“ Gefällt mir und ist vielleicht die andere Seite der Medaille zum eher kommerziell orientierten Bloggen. Schön, auf so einer Veranstaltung beide Seiten zusammen anzutreffen. 

Blogger, die ich kannte 

Also, vom Lesen her. 

*Fangirl Heaven*

Das ist eben diese skurrile Situation. Man lebt so sein Leben. Man bastelt sich – eins, fix, drei – einen Blog, schreibt ein bisschen was online. Und dann hat man entweder tausende Leser oder eben nicht. Hat man sie, dann ist man schon irgendwie berühmt. Man wird erkannt. Bewundert. (Auch gehasst und beneidet.) Man ist was besonderes. 

Und so war das schon ein ganz merkwürdiger Moment als die Familie Mierau (http://geborgen-wachsen.de und http://vierpluseins.leitmedium.de und http://leitmedium.de) den Raum betrat. Da ging mein Puls schon etwas schneller. Und nicht nur meiner, möchte ich meinen! Und dann sah ich Patricia „Das Nuf“ Cammarata (http://dasnuf.de) und konnte mich gerade so zusammenreißen, nicht zu quietschen! Den Papablog-Johnny (http://www.johnnyspapablog.de) entdeckte ich und stürzte mich direkt mal auf ihn – so schön, als er wehrlos am Buffet stand. 

Ich kann berichten: sind alles normale Menschen. (Ja, wirklich? Wow!) Manchmal gibt es so Partys (hab ich gehört), auf denen man wirklich gute Gesprächspartner findet. Intelligent, witzig, sympathisch. Man plaudert mit jedem ein bisschen und amüsiert sich wunderbar. Ja. So war das. Herrlich. Und das mit Bloggern, die ich einfach verdammt gern lese und eben auch bewundere. Herrlich. 

 

Ich und die Patricia. (Sorry, für das furchtbar schlechte Selfie!)
 
(Und die hatten alle eine ungefähre Ahnung, wer ich bin, holy fuck! Von Twitter und Kommentaren und so, waaah! Das Nuf ließt gelegentlich meinen Blog, aaaaaaaahhhhhh!!!!!! Johnny nannte einige meiner Kommentare frech. *mega breites Grinsen*)

Ähem. 

Zwei Vorträge 

… hab ich mir angehört. Katja Saalfrank powered by Fruchtzwerge war spontan eingefügt und kurz und… nix neues zur Autonomiephase. Aber war interessant, sie mal persönlich zu sehen. Susanne Mierau sprach dann über „achtsames Bloggen“ und es war wie Lesen auf ihrem Blog, was wiederum ist wie Relaxen in einem gemütlichen Café mit duftendem Blumengesteck auf dem Tisch. Ein Moment der Ruhe und Harmonie, eine Inspiration zu Gelassenheit und Achtsamkeit. 

Fotos

Hab meine ordentliche Kamera zu Hause vergessen. Jep. Meine geilen IPhone-Fotos kennt ja, wer meinen Blog gelegentlich anschaut – da jucken einem die Augen. Also schaut euch lieber nicht an, was ich hier reinstelle und geht lieber auf – zum Beispiel – Johnnys Blog: http://www.johnnyspapablog.de/wochenende-in-bildern-papa-und-blogger-69/ Obwohl ich mich nicht entsinnen kann, dass das Licht vor Ort sooo weich und warm war… 

Nachtrag 

Brauche besseres Raid-Konzept. 

Hab kaum Loot abgegriffen. Die Goodiebag am Ende bekam ich ja sowieso als ich mein Namensschild abgab. Paar Zahnbürsten von Curaprox hab ich mir geschnappt und erklären lassen. Ein Blättchen mit Aufklebern von Freche Freunde hatte ich eingepackt, aber irgendwann dem Baby von Mamaclever (http://www.mamaclever.de) geschenkt, um es im Vortrag von Fruchtzwerge/Katharina Saalfrank etwas zu unterhalten. Und hab ich mir wenigsten den Bauch und die Taschen mit kostenlosem Futter vollgestopft? Nö! Kam ich nicht zu. Ein, zwei Happen Fingerfood (köstlich!), ein Cupcake mit Fruchtzwerg-Topping (naja) und ein Tellerchen Nudeln mit Tomatensoße (lecker!). Aber hab ich meiner Familie von Pampers angebotene Cupcakes requiriert, Probiertüten von kindertauglichen Bio-Knabbereien mitgebracht? Nein, ich habe versagt! Meine Tasche war auch nicht groß genug. Und mein Focus lag darauf, mit so vielen Leuten wie möglich zu sprechen. Das muss ich noch optimieren: Shoppingbag dabeihaben und simultan netzwerken und hamstern. 

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8 Kommentare zu „#EBC16

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  1. Ach wie geil! Echt ein seeeehr cooler Artikel und Rückblick und ehrlich gesagt auch gut, dass er später kam, da konnte man nochmal alles Revue passieren lassen 🙂
    Das hast du fein gemacht mit dem Ansprechen 😛
    See you next time! Vielleicht ja auf dem Flohmarkt, da geh ich nämlich auch gerne hin 😉

    Gefällt mir

  2. Seltsame Affinität zu Kaffee? Frau Unangespießt, wirklich? Es ist Liebe. Das lässt sich nicht immer in wohlklingende Worte packen.
    Cooler Text – ich kann Janina nur zustimmen.
    Viele Grüße Anne

    Gefällt 1 Person

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