Social anderswo – Gedanken

Wieso macht es mir inzwischen mehr Spaß, auf Twitter Banalitäten von Fremden zu lesen als auf Facebook mit realen Bekannten zu kommunizieren? Welche Blogs lese ich am liebsten? Wie schafft es YouTube mich jung zu halten? Wie funktioniert Snapchat? Und was zum Fick ist ASMR?Fragen, die ich im Folgenden zum größten Teil nicht beantworten werde.
Facebook

Auf Facebook bin ich in über 40 Gruppen. Muss mal wieder aussortieren. Wichtig sind mir vor allem die Gruppen von Eltern in Berlin – AP-Eltern, unerzogen-Eltern, Kitafrei etc. Habe darüber immer mal wieder ein Treffen mit anderen Müttern angebahnt, die ich vorher gar nicht kannte. Wirkliche Bekanntschaften sind daraus nicht entstanden, aber hätte ja klappen können. Trotzdem kann man in den Gruppen immer mal nach Treffen schauen oder nach Ausflugszielen oder guten Ärzten fragen. 

In der Hausgeburtsgruppe erhielt ich unzählige brauchbare Tipps, während meiner Schwangerschaft. Schwarmwissen. Menstruationstassen-Gruppe, NFP-Gruppe, Montessori-Gruppe. IKEA-Flohmarkt, Berliner Verschenken-Gruppe. Gruppen, in denen man erfährt, was so los ist in der Gegend. Gruppen für gemeinsame Interessen, Gruppen, um Gleichgesinnte zu finden, zu diskutieren, sich auszutauschen. Gruppen, in denen ich vielleicht mal Werbung für meinen Blog posten könnte. 

Für Facebook-Freunde halt bei mir früher: nur Menschen, die ich real kenne. Lange vorbei. Überhaupt hab ich mit Facebook angefangen, weil alle nur noch darüber kommunizierten. Inzwischen nutzt man wohl whatsapp oder was weiß ich. Ich nutze jedenfalls whatsapp und Telegram. Was die Leute von früher nutzen, weiß ich nicht, zu denen hab ich keinen Kontakt mehr. Veraltete Kontakte, veraltetes Kontaktmedium. „Freunde“ hab ich auf Facebook jetzt über 50 und manche noch nicht einmal persönlich gesehen. Mit einigen kaum mehr als einmal kurz korrespondiert. Aber: vielleicht brauch ich die mal. Vielleicht liken die mal einen Blogpost von mir. So sieht’s aus. 

Früher habe ich durch meine Timeline gescrollt und geschaut, was meine Freunde und „Freunde“ so posten. Jetzt postet ja kaum noch jemand was. Und die, die es machen, hab ich deabonniert. Will ja keiner wissen, das die bald Feierabend haben oder sonstwas. Stattdessen lese ich Posts von George Takei und Collegehumor. Die sind wenigstens witzig. 

Aber inzwischen habe ich immer weniger Lust, mir meinen ewig langen Facebook-Newsfeed anzusehen und schau lieber schnell auf…

Twitter

Da kenn ich (fast) niemanden persönlich – und alles ist interessanter. Seltsam. Die schreiben auch, dass sie bald Feierabend haben, aber irgendwie witziger. Ich hab hauptsächlich Blogger abonniert. 

Überhaupt Blogs

Seit der Schwangerschaft lese ich sie. Informationen, Sichtweisen, Unterhaltung. Viel wird auch die (oder eine) Blogger-Community erwähnt, aber wie immer gehöre ich nirgendwo dazu. Naja. Trotzdem hab ich das Gefühl, einige Leute zu kennen. Und Twitter verstärkt das natürlich, besonders, weil man dort auch man schnell kleine Nachrichten an die „Großen“ schreiben kann und die sogar manchmal antworten. 

Also bin ich von Facebook immer mehr Richtung Twitter gezogen. Lange nach dem eigentlichen Hype. In zwei Jahren fang ich dann mit Snapchat an. 

ASMR

Und nun folgt mir auf Twitter jetzt @asmr-deutsch.de – vermutlich einfach mal, um sich selbst zu bewerben. Was ist denn ASMR? Google. Autonomous Sensory Meridian Response. Hä? Wikipedia. Oh. Das kenn ich. Seit meiner Kindheit. Das gibt’s wirklich? Andere Menschen haben das auch. Wow. Hat sogar eine Art eigene Community mit YouTube-Videos. Wow. Und es ist einfach schön, sowas nebenbei rauszufinden. Das liebe ich am Internet. 

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4 Kommentare zu „Social anderswo – Gedanken

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      1. Sehr interessante Gedanken! Wollte antworten, habe aber selbst soviel dazu, dass ich das mal als extra Blogeintrag machen werde und dich dann dazu verlinke 😉 Musste schon neulich viel nachdenken durch dich zum Thema ungezogen (blöder name wie ich finde!) DANKE!

        Gefällt 1 Person

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