Gut, dass du noch stillen kannst!

„Und, stillst du sie noch?“, höre ich spätestens seit die kleine Lady so vier Monate alt ist immer wieder. Gern von älteren Frauen, aber nicht nur. „Jaja“, antworte ich ganz lässig und füge inzwischen hinzu: „Ich wüsste ja auch nicht, wie ich sie sonst ernähren sollte.“
„Gut, dass du noch stillen kannst!“, lautet dann der leicht überraschte Ausruf. „Na klar“, murmel ich unbestimmt.

Es ist auf jeden Fall gut, dass ich noch stillen kann. Total. Billig, unkompliziert und, wie gesagt, wüsste ich nicht, was ich der kleinen Lady sonst geben sollte. (https://unangespiesst.wordpress.com/2015/07/29/beikostbericht-teil-2/)
Aber, ähm, ich will jetzt nicht versnobbt wirken… Aber für mich ist das selbstverständlich. Mir ist schon bewusst, dass viele Frauen Probleme mit den Stillen haben, jedoch wohl meistens eher am Anfang, oder? Und dann gibt es für viele Frauen Gründe, nach drei, vier oder sechs Monaten abzustillen. Und wenn das Baby Brei futtert wie ein Scheunendrescher braucht es weniger Milch und stillt sich selbst ab, klar soweit. Aber ansonsten versiegt doch die Milch nicht einfach, Leute! Das ist doch unlogisch – mitten im ersten Jahr, mitten in dieser extrem anspruchsvollen Entwicklungsphase sitzt das Baby, dass noch nicht mal richtig selbst essen kann, plötzlich auf dem Trocknen?! Quatsch.

Gibt bestimmt Ausnahmen. Aber ich wage jetzt einfach mal zu behaupten – und richte mich damit besonders an euch, liebe frische und zukünftige Mütter – ist die Stillbeziehung erfolgreich etabliert, dann fließt die Milch, so lange regelmäßig genuckelt wird. Ihr könnt stillen und stillen und stillen so lange ihr und euer Spross wollt. Die Natur ist da großzügig mit der Muttermilch. Also habt keine Angst vor verhungernden Babys, die mit vier Monaten noch kein ganzes Glas Brei lehren. Und erwartet nicht, dass ihr mal eben ein voll gestilltes Baby nach mehreren Monaten köstlicher Muttermilch auf die künstliche Ersatzflüssigkeit umstellen könnt. Wenn ihr das aus irgendwelchen Gründen möchtet, nur zu. Aber vielleichtklappt es nicht. Nötig ist es normalerweise, zumindestwas eure persönliche Milchquelle angeht, nicht.

Eingespielt

Ich glaube das Stillen ist für viele Mütter nach einigen Monaten sogar entspannter.
Am Anfang ist ja Chaos: neues Baby, erschöpfte Mutti. Klappt das Saugen? Manchmal tut’s weh – in der Brust, im Uterus. Hat’s jetzt genug? Oh nein, es ist eingeschlafen, es soll doch trinken! Milcheinschuss. Nochmal Milcheinschuss. Stillen in der Öffentlichkeit. Stilleinlagen. Puh.
Für mich sind das alles nur noch verschwommene Erinnerungen. Gerade diese Frage, ob genug Milch für den aktuellen Bedarf produziert wird. Pfft.

Also ja, ich stille noch. Und ja, es geht noch. Natürlich. Ganz natürlich.

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