Gewiss ungewiss

Schwangerschaftstests

Schwangerschaftstests sind sinnvoll. Aber manchmal sinnlos…

Ein einziges Mal habe ich einen Schwangerschaftstest gemacht. Er war positiv, juhu! Verrückt. Schwanger. Was soll ich davon halten? Es war ja geplant und jetzt so schnell, wow. Gedanken, Gedanken, die man eben so hat, in den Minuten, Stunden, Tagen nach so einem Ergebnis. Jedenfalls hatte ich keine Ahnung, wie es danach weitergeht. Das Protokoll quasi. Also rief ich bei meiner Frauenärztin an, um einen Termin zu machen. Dort hieß es: „Wann war denn ihre letzte Periode. Ach erst? Na, da können wir jetzt auch noch nicht viel machen. Auf dem Ultraschall sieht man ja noch gar nichts. Sie können in vier Wochen kommen.“ 

Nun hatte ich kleine, kleine Zweifel. Heißt es nicht, vor dem dritten Monat ist nichts fest? Lieber nicht zu sehr freuen und den Arzttermin abwarten…

War da Vorrausschau am Werk? Es ist nunmal so, dass viele, viele Frauen Fehlgeburten im ersten Schwangerschaftsdrittel erleben. Das ist traurig für jede einzelne, aber eben verbreitet. So war es auch in meinem Fall, was sich bei diesem Arzttermin herausstellte. 

Wir versuchten es also erneut und irgendwann fragte mein Mann nach meiner Periode und ich räumte ein, dass die inzwischen schon spät dran sei… Er wollte wieder einen Test kaufen, doch ich entschied, darauf zu verzichten. Denn ohnehin hätte ich beim positiven Test auf die Ultraschalluntersuchung warten müssen. In den Wochen bis dahin hätten mich die Zweifel verfolgt. Ja, die könnte ich natürlich auch ohne Test haben, aber immerhin acht Euro günstiger. Das Ergebnis des Tests hätte keinen Unterschied gemacht, mich nur noch mehr an dieser vermeintlich falschen Sicherheit zweifeln lassen… In dieser Situation war ein solcher Test für uns sinnlos.

Auf der anderen Seite hätte ich nach meiner Erfahrung aus der ersten Schwangerschaft auf gar keinen Fall auf die Ultraschalluntersuchung verzichten wollen. Einige Frauen verzichten darauf vollständig, aber das wäre für mich Folter gewesen.

Könnt ihr das nachvollziehen? Würdet ihr es schaffen, auf den Test zu verzichten? Die meisten sind ja dann doch zu ungeduldig…


Mädchen oder Junge?

Auch hier kommt für mich der Faktor Zweifel zum Tragen. Ich kenne nämlich ein paar Leute, bei denen das Geschlecht vor der Geburt falsch bestimmt worden war. Egal, was also beim Ultraschall entdeckt worden wäre, ich hätte mich Monate lang nicht vollständig darauf verlassen können. Deshalb wollte ich es gar nicht wissen.

Praktisch an dieser Entscheidung war, dass wir keine geschlechtsspezifischen Geschenke bekommen konnten. Ich mag nämlich weder Rosa noch Autos. Außerdem empfinde ich diese Herangehensweise respektvoll gegenüber dem Kind: egal, wer du bist, wir erwarten dich mit Freude!

Meine Frauenärztin war darüber übrigens sehr überrascht. Von andere. Leuten hörte ich, inzwischen verzichteten Eltern öfter auf die Geschlechtsbestimmung. 

Ich weiß nicht, wie der Trend ist, aber ich würde es wieder so machen. Dieser Augenblick, in dem ich erkannte, dass wir eine Tochter haben…

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